Hannah Lütkenhöner-Krahe

Dienstadresse

Hannah Lütkenhöner-Krahe, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 111
07743 Jena
hannah.luetkenhoener-kraheuni-jena.de
Tel. +49 (0) 3641 9 44197

Curriculum Vitae

Hannah Lütkenhöner-Krahe (geb. 1989) studierte ab 2008 Musikwissenschaft sowie Interkulturelles Musik- und Veranstaltungsmanagement an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. 2014 schloss sie ihr Masterstudium im Fach Historische Musikwissenschaft ab.
Bereits während ihres Bachelorstudiums arbeitete sie als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Detlef Altenburg sowie von 2009–2011 als Mitarbeiterin der studentischen Künstleragentur Weim|art. 2012 absolvierte sie ein Praktikum bei den 24. Internationalen Haydntagen der Haydnfestspiele Eisenstadt (Österreich). Im Masterstudium war sie wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Helen Geyer, wo sie u.a. 2014 die Ausstellung „Tristan und Mathilde“ im Stadtschloss Eisenach mitkuratierte. Gemeinsam mit Prof. Dr. Detlef Altenburg und dem Landestheater Rudolstadt organisierte sie die Wiederaufführung von Eduard Lassens Faust-Musik op. 57 im April 2015. Ehrenamtlich ist sie seit November 2015 als 2. Vorsitzende und Pressesprecherin der sozial-kulturellen Initiative KulturPott.Ruhr e. V. tätig. Seit Oktober 2015 ist sie Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Modell Romantik“.

Dissertationsprojekt

Zwischen Universalpoesie und Kunst-Politik. Nationalromantische Konzepte der Schauspielmusik im Deutschen Kaiserreich

Während sich die Schauspielmusik des klassisch-romantischen Zeitalters mittlerweile als Gegenstand musik- und literaturwissenschaftlicher Forschung fest etabliert hat, stellt jene des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts noch ein weitgehend unerforschtes Feld dar. Dabei brachte gerade diese Zeit eine immense Fülle an komplexen und profunden Schauspielmusiken hervor, denen als Kulminationspunkt verschiedenster ästhetischer, aber auch gesellschaftlich-politischer Anschauungen besondere Relevanz zukam. Zum einen erforderte das Zusammenspiel der verschiedenen Künste im szenischen Aufführungskontext – zumal vor dem Hintergrund des vorherrschenden Stilpluralismus der Zeit – individuelle kompositorische Lösungen. Zum anderen spielten Schauspielmusiken eine Schlüsselrolle bei groß angelegten Klassiker-Inszenierungen, im Rahmen derer deutsche Theater ihren Dichtergrößen – wie Goethe, Schiller, Kleist, aber auch Shakespeare – huldigten und sie gleichsam als geistige Urväter eines entstehenden und sich zunehmend als Weltmacht positionierenden Deutschen Reiches apostrophierten. Speziell in diesem Kontext der reichsnationalen Identitätsbildung und politischen Festkultur scheint sich eine vielschichtige Fortführung oder Reaktivierung einer nationalromantischen Ästhetik des frühen 19. Jahrhunderts abzuzeichnen, deren Untersuchung nicht nur im Hinblick auf das kulturelle Wertebewusstsein der Kaiserzeit und den musikalischen Paradigmenwechsel des Fin de Siècle, sondern auch für den interdisziplinären Forschungsdiskurs um das „Modell Romantik“ interessante Erkenntnisse verspricht.

Forschungsinteressen

Musiktheater und Sinfonik des ‚langen‘ 19. Jahrhunderts, Schauspielmusik, interdisziplinäre Themen an den Schnittstellen zwischen Musik, Literatur, Kunst und Gesellschaft

Publikationen

MONOGRAFIEN

  • Eduard Lassens Musik zu Goethes Faust op. 57. Studien zur Konzeption, zu den Bühnenfassungen und der Rezeption, Sinzig 2015.

AUFSÄTZE

  • Faust als melodramatisch opernhaftes Weihespiel. Eduard Lassens Musik zur ersten Gesamtfaust-Inszenierung 1876, in Christiane Wiesenfeldt/Panja Mücke (Hg.): Faust im Wandel – Faust-Vertonungen des 19. bis 21. Jahrhundert, Marburg 2014, S. 102–121.
  • Die Einlegearien Luigi Cherubinis in der Jagiellonischen Bibliothek, in Helen Geyer/Michael Pauser (Hg.): Luigi Cherubini – Eine Herausforderung. Autographe Bestände, Krakau 2014, S. 35–39.

Vorträge

  • ‚Man träumt oft seltsam. Gelt?‘ – Musikalische Traumschilderungen in Schauspielkompositionen um 1900 [Workshop des Graduiertenkollegs „Europäische Traumkulturen“ GRK 2021, Universität des Saarlandes, Saarbrücken, 17.-18.Oktober.2017]
  • Lassens Faust-Musik in Hannover und Wien. Stationen einer bemerkenswerten Rezeptionsgeschichte [Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, 18. April 2015]
  • ‚Like a well-fitting dress‘ – Cherubini’s Substitution Arias for London and Paris [Jagiellonen-Universität Krakau, 13. November 2014]
  • Richard Wagner – Zwischen Mythos und Realität [Deutsches Studienzentrum Venedig, 06. März 2013]

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