Kollegiat*innen 2. Kohorte

Maria Safenreiter

Maria Safenreiter
Friedrich-Schiller-Universität Jena
DFG-Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 106
07743 Jena
maria.safenreiter@uni-jena.de

Curriculum Vitae

2011-2018 Lehramtsstudium Kunsterziehung im Zweifachstudium an der Bauhaus-Universität in Weimar und Französisch an der Friedrich- Schiller-Universität in Jena (1. Staatsexamen)

2016-2018 Projektassistenz des Patenprogramms für internationale Studierende „Fremde werden Freunde“ sowie des Förderprojekts für Studierende mit Migrationshintergrund „Studium + M“, Studierendenwerk Thüringen, Abteilung „Kultur und Soziales“ in Weimar

2017-2018 Studentische Hilfskraft am Institut für Romanistik der FSU Jena (Lehrstuhl für Romanische Literaturwissenschaft – Französische und Italienische Literatur, Prof. Dr. Edoardo Costadura)

August-September 2018 Praktikum an der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Abteilung Medienbearbeitung unter der Leitung von Herrn Dr. Arno Barnert

Seit Oktober 2018 Kollegiatin am Graduiertenkolleg „Modell Romantik“

Dissertationsprojekt

Die Romantik des Surrealismus und der französischen Gegenwartsliteratur. Aktualisierung und Reaktualisierung der Ästhetik des Wunderbaren

Das Thema des Dissertationsprojekts ist das Fortwirken des Wunderbaren als einer ästhetischen Kategorie der Romantik, die, auf je spezifische Weise, von den Surrealisten aktualisiert und von der französischen Gegenwartsliteratur, über den Surrealismus vermittelt, reaktualisiert wurde.

Dass es einen Zusammenhang zwischen der Romantik und dem Surrealismus gibt, ist in der Vergangenheit vielfach festgestellt worden und steht in der Forschung spätestens seit Maurice Nadeaus Histoire du surréalisme (1945) außer Frage. Jedoch liegen noch immer nur wenige Studien vor, welche bei der Analyse der Beziehung zwischen den beiden Geistesbewegungen über den Ansatz der traditionellen Einflussforschung hinausgehen (vgl. Lübcke/Thun 2018). Ziel der Arbeit ist es, die Funktion des ‚Romantischen‘ innerhalb der surrealistischen Literatur zu untersuchen und herauszufinden, inwiefern die Romantik für den Surrealismus als modellbildend verstanden werden kann. Dabei steht der als modellhafte Vorstellung von Romantik konzipierte Begriff des ‚Wunderbaren‘ im Fokus des Projekts. Anhand von Textanalysen ausgewählter surrealistischer Autoren (Breton, Aragon) gilt es zunächst zu ermitteln, auf welche Art und Weise sich die Surrealisten das Wunderbare aneigneten, um die Funktion des Wunderbaren für den Surrealismus und, schließlich, die für die französische Gegenwartsliteratur aufzuzeigen.

Aufbauend auf die Ergebnisse aus den obigen Schritten soll anschließend aufgezeigt werden, inwiefern eine Linie vom Surrealismus bis in die französische Gegenwartsliteratur gezogen werden kann – d.h. inwieweit man von einer Aktualisierung und Transformation eines vom ‚Modell Romantik‘ gespeisten ‚Modells Surrealismus‘ ausgehen kann, von dem aus Darstellungsweisen des Wunderbaren in die heutige Literatur Frankreichs transportiert werden. Die Bedeutung und Funktion dieser Reaktualisierung der Romantik anhand des surrealistischen ‚merveilleux quotidien‘ (dem ‚alltäglich Wunderbaren‘) – wenn auch das Romantische hier stark verdichtet erscheinen würde – ist mithilfe der Analyse von in dieser Hinsicht bislang noch nicht untersuchten Romanen von Frédéric Beigbeder, Virginie Despentes und DOA zu ermitteln. Im Konkreten handelt es sich um folgende Titel: die Romantrilogie 99 francs, L’Idéal und L’homme qui prleure de rire (Frédéric Beigbeder, 2000-2020), die Romantrilogie Vernon Subutex (Virginie Despentes, 2015-2017) und LYKAIA (DOA, 2018).

Publikationen

Kleinere Beiträge

  • Rezension zu Sebastian Lübcke, Johann Thun (Hgg.): Romantik und Surrealismus. Eine Wahlverwandtschaft?, Bern (Peter Lang) 2018, in: Gestern | Romantik | Heute (20.01.2021).
  • "Von der Frau im Werk zum Werk der Frau, Zur Ausstellung 'Fantastische Frauen. Surreale Welten'" in Gestern | Romantik | Heute, (01.05.2020)
  • Gemeinsam mit Annemarie Müller, Theresa Brehm und Felix Schallenberg: Gespräch über den Film ‚Undine‘. „Aber wir kommen ja nicht raus aus der deutschen Romantik, da kann man machen, was man will“ (Christian Petzold), Gestern | Romantik | Heute, 14.07.2020

Vorträge

  • ‚[Re]faire justice à la haine du merveilleux‘ – zu Präsenz und Funktion des Wunderbaren in Virginie Despentes’ Vernon Subutex, Frédéric Beigbeders 99 francs und DOAs LYKAIA [36. Forum Junge Romanistik: ‚Alt & Neu: Neue Quellen, alte Fragen – alte Quellen, neue Fragen?‘, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 31.03.2021]