Kollegiat*innen 2. Kohorte

Mirco Oswald, M.A.

Mirco Oswald, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
DFG-Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 105
07743 Jena


+49 3641 9-49016
mirco.oswald@uni-jena.de

Curriculum Vitae

2004-2007 Berufsfachschule für Musik, Bad Königshofen, Abschluss: staatl. gepr. Leiter im Laienmusizieren, Nebentätigkeit in Gastronomie, Café Mozart, Bad Königshofen

2007-2013 B.A. Studium, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

2008-2009 wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Heidelberg

seit 2009 freiberufliche Nebentätigkeiten: Notensatz, Verlagswesen, Komposition unter anderem für die Are Musik VerlagsGmbH

2014-2017 M.A. duales, deutsch-französisches Studium, Universität des Saarlandes, davon 2014-2015 M.A. Studium, Université de Paris 4 (Sorbonne)

2014-2015 Nebentätigkeit in der Maison Heinrich Heine, Paris: Kulturveranstaltungen

2014-2016 gepr. Wissenschaftliche Hilfskraft, Universität des Saarlandes

2015-2018 freiberufliche Tätigkeiten: Musikpädagogik, musikal. Leitung d. großen Orchesters, Musikverein Rentrisch e.V.

seit Oktober 2018 Doktorand am DFG-Graduiertenkolleg „Modell Romantik“

Dissertationsprojekt

Das Fortwirken von Romantikaspekten bei John Williams

In meiner Arbeit versuche ich der Diversität von Romantik gerecht zu werden, indem ich drei verschiedene Romantikbegriffe in Modellen nebeneinanderstelle. Im ersten geht es um frühromantische Philosophie aus Jena um 1800, die als Deutungsperspektiv auf Werke von John Williams angewendet werden soll. Das Resultat sind romantische Deutungen seiner Musik. Das zweite leitet zunächst einen alternativen, diskursiven Romantikbegriff aus Gesprächen und Interviews mit John Williams ab. Das als darin als ‚romantisch‘ bezeichnete meint weitgehend die Musik Wagners und die des 19. Jahrhunderts, aber auch Filmmusik der 1920’er und 30’er Jahre und bestimmte musikalische Parameter. Es lassen sich Modellsituationen rekonstruieren, da nicht selten das Romantische (in diesem Verständnis) etwa beim temptrack-Verfahren als Vorlage diente und in der Musik fortwirkt. Daneben steht die nicht als ‚romantisch‘ bezeichnete Welt- und Musikanschauung des Komponisten, in der jedoch Aspekte fortwirken, die schon um 1800 als Paradigmen galten. Das dritte Modell ist ein ästhetisches, das eine populäre Perspektive aus Hollywood auf ein weiteres Romantikverständnis werfen soll. Hierbei geht es um Ideen hinter der zum Cliché gewordene Phrase Willing Suspension of Disbelief, um deren romantische Wurzeln und um ihre Aktualität bezüglich der Filmmusik. Es werden also drei Perspektiven auf Romantik modelliert: eine jenazentrische, die Spuren des Fortwirkens frühromantischer Philosophie um 1800 nachgeht; eine, die das Subjekt JOHN WILLIAMS im Zentrum hat und von hier aus auf die Geschichte verschiedener Romantiken blickt. Schließlich die dritte Perspektive, die versucht eine Hollywoodromantik bezüglich der Musik nachzuzeichnen und versucht deren Wurzeln in historischen Romantiken auszumachen. Das erste hebt die philosophische Dimension hervor, das zweite eine diskursanalytische und das dritte eine inhaltlich-topologische. Die Modelle sind eng miteinander verflochten und stehen teilweise komplementär bis überlappend, teilweise widersprüchlich zueinander, sodass die Musik und Ästhetik von Williams auf ein pluralistisch-perspektivisches und kaleidoskopartiges Romantikverständnis hin befragt wird wird.

 

Mitarbeit in Publikationen

Mitarbeit in Publikationen (Notensatz)

  • Fiedler, Reinhard (2014): Studien zur Melodie des späten Schubert. Ästhetische Voraussetzungen und analytischer Befund (Diss.), Mainz 2014.
  • Graap, Lothar (2013) Passus et Resurrexit. Lamentoso und Grandioso für orgel, 2 Trompeten, 2 Violinen und Violoncello, Mainz.
  • Ders. (2013) Verleih uns Frieden. Motette für Chor, Sprechstimme und Orgel, Mainz.
  • Laux, Torsten (2012): Schalom für Orchester, Mainz. (Layoutarbeiten)
  • Ders. (2012): Psalm 100 für Chor und Orchester, Mainz. (Chorsatz)
  • Ders. (2012): 5 Psalmen für Saxophon und Orgel, Mainz. (Bearbeitung der Einzelstimmen)
  • Ders. (2012): Psalm 118 für Chor und Orchester, Mainz.
  • Rodenhausen, Herrmann (2011): Modulbasierte Gruppenimprovisationen, Mainz.
  • Ders. (2011): Drei Klavierstücke, Berlin.
  • Ders. (2011): Drei Meditationen für Orgel, Berlin.
  • Ders. (2011): Vier Meditationen für Streicher und und Orgel, Berlin.
  • Ders. (2011): Metamorphosen für Orgel, Berlin.
  • Ders. (2011): Pastorale für Oboe und Orgel, Berlin.
  • Ders. (2011): Tu solus sanctus, Berlin.
  • Ders. (2012): Elf Choralvorspiele für Orgel, Mainz.
  • Ders. (2012): "Das Kreuz ist aufgerichtet" für Orgel, Berlin.
  • Zimanowski, Cornelia (2012) Saxophonquartett, Mainz.
  • Dies. (2012): Choral 42 für Violine, Flöte und Klavier, Mainz.
  • Dies. (2012): Spielstück für Violine und Cembalo, Mainz.
  • Dies. (2012): Aneurysma 2. Versuch für Violine und Klavier, Mainz.
  • Dies. (2012): Erntedank für Sopran-Saxophon und Orgel, Mainz.