Kollegiat*innen 2. Kohorte

Pascal Ongossi Assamba, M.A.

Pascal Ongossi Assamba, M.A.
Friedrich-Schiller-Universität Jena
DFG-Graduiertenkolleg „Modell Romantik“
Bachstraße 18k | R. 108
07743 Jena

+49 (0) 3641 9 44196
pascal.ongossi.assamba@uni-jena.de

Curriculum Vitae

2000 - 2005 Bachelor of Arts der Germanistik an der Universität von Yaoundé I.

2005 - 2006 BTS, zweistufiges Diplom, in Marketing und Firmenmanagement.

2006 - 2008 DIPES II zweistufige Ausbildung nach der „Licence“ (Bachelor) als Gymnasiallehrer ENS (École Normale Supérieure) von Yaoundé.

2010 Magisterarbeit in Afrikanistik an der Universität von Yaoundé I

2009 - 2018 Deutschlehrer in kamerunischen Gymnasien

2014 MasterII in Afrikanistik. Schwerpunkte: Interkulturalität, Identitäten, Repräsentationen, Postkolonialzeit.

2017 - 2018 Assistenzdozent an der Universität von Yaoundé I.

Seit Oktober 2018 Kollegiat des Graduiertenkollegs „Modell Romantik“.

 

Dissertationsprojekt

Deutsche Romantik – Kolonisation – Nationalbewusstsein Kameruns

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage nach dem Einfluss und der Tragweite der deutschen Romantik in der kulturellen Begegnung mit dem Anderen. Zu untersuchen, ist:
- Wie Aspekte der deutschen Romantik in die Kolonie transportiert wurden und sich dort durchsetzten? Inwiefern sah die deutsche Kolonisation in Kamerun romantisch aus, und wie hat sich die deutsche romantische Anschauung in Laufe der Kolonisation in Kamerun niedergeschlagen?
- Wie den Einheimischen der romantische Bezug auf die Natur, das Selbstbewusstsein, auf die deutsche Vergangenheit, die romantische Weltanschauung beigebracht wurde, und wie sie diese Weltanschauung wahrnahmen?
- wie durch eine Kolonisation, die als romantisch gekennzeichnet wurde, die Deutschen eine kamerunische Nation erfunden haben.
Die Arbeit besteht darin, die deutsche Kolonialzeit in Kamerun, die sich von 1884 bis 1914 erstreckt, und die kulturellen Folgen der deutschen Präsenz in diesem tropischen Land zu untersuchen.
Die erste Etappe der Analyse will sich auf die Arbeiten der „deutschen Entdecker“ und Erforscher des Landes beziehen. Diese Arbeiten, die viel mehr romantisch als wissenschaftlich klingen, können als Impuls für den deutschen Drang nach Afrika gelten. Die in den Ideen der deutschen Romantik erzogenen Ankommenden bauten in der Kolonie Schulen, Kirchen und eine koloniale Verwaltung, durch welche die ersten Grenzen und Ideen der Kamerunischen Nation verwirklicht wurden. Interessant ist zu untersuchen, wie durch die deutsche Sprache, das romantische Wertsystem, die deutsche Kultur die erste kamerunische Einheit gemacht wurde und in der nationalen Literatur und Philosophie dann erarbeitet wird.