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Montag, 4. Dezember 2023

Drei Fragen an: Gernot Preusser

Gäste am Graduiertenkolleg beantworten drei Fragen zur Bedeutung von "Romantik" für ihr Leben und ihre Forschung.

1. Was verbinden Sie ganz allgemein mit ‚Romantik‘?

Auf diese Frage möchte ich gern musikalisch antworten, aber vielleicht mit keiner typischen, sondern eher ungewöhnlichen Auswahl, die auch meinen Forschungsgegenstand berührt: zum Video.

2. Womit genau beschäftigen Sie sich in Ihrem aktuellen Forschungsvorhaben? Wie setzen Sie sich in Ihrem Forschungsprojekt mit dem Phänomen ‚Romantik‘ auseinander?

In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit den Wechselwirkungen von Romantik und Film- und Serienmusik im 21. Jahrhundert. Der Anstoß für dieses Thema war die Frage, warum mich viele heutige Filmscores so sehr an Wagner, Bruckner, Tschaikowsky oder Rachmaninow erinnern. Diese Bezüge wollte und will ich erkennen, aufdecken und verstehen.

3. Im Graduiertenkolleg „Modell Romantik“ wird davon ausgegangen, dass die Romantik modellbildende Qualitäten aufweist. Können Sie etwas damit anfangen?

Unbedingt. Ich glaube, dass die Romantik als Modell eine große und entscheidende Rolle für moderne Medienproduktionen spielt; auch und gerade in der Musik. Filmmusik und ihre Akteure sind bis heute – trotz aller technologischen Entwicklungen – durch eine romantische Denk- und Geisteshaltung geprägt. Die Frage ist für mich nicht, ob, sondern wie sich dieses Modell manifestiert, welche Ausprägungen es heute noch hat und auch, welche Veränderungen es im Laufe der letzten 100 Jahre erfahren hat.

Gernot Preusser war vom 16. bis 20. Januar 2024 zu Gast am GRK "Modell Romantik".