Kollegiat*innen 2. Kohorte

Simone Schiesser, M.A. (bis 10/2019)

Simone Schiesser, M.A. (bis 10/2019)

Curriculum Vitae

2012-2015 B.A.-Studium Germanistik und Kommunikationswissenschaft an der FSU Jena

2013-2015 Förderung des Studiums durch das Deutschlandstipendium

2015-2018 M.A.-Studium "Literatur - Kunst - Kultur" (Ausrichtung auf Neuere Deutsche Literatur), Arbeit als Tutorin und Hilfskraft am LS für Neuere Deutsche Literatur

2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am LS für Neuere Deutsche Literatur

10/2018-10/2019 Kollegiatin am Graduiertenkolleg „Modell Romantik“

Dissertationsprojekt

Romantik-Aktualisierung in den 1970er und 80er Jahren in den Werken Christa Wolfs, Sarah Kirschs, Sigrid Damms, Peter Handkes und Rolf Dieter Brinkmanns

Ausgangspunkt des Dissertationsprojektes ist die Beobachtung, dass es in der deutschsprachigen Literatur der 1970er und 80er Jahre eine Konjunktur der Bezugnahmen auf die Romantik und das Romantische gibt. Dies erfolgt sowohl explizit in der Bezugnahme auf Persönlichkeiten der historischen Romantik oder die historische Romantik selbst als auch implizit in der Übernahme romantischer Denkfiguren und Gestaltungsoptionen.
Beides soll an Texten von Christa Wolf, Sarah Kirsch, Sigrid Damm, Peter Handke und Rolf Dieter Brinkmann untersucht werden – und damit vor dem Hintergrund unterschiedlicher kulturpolitischer und gesellschaftlicher Systeme. Ziel des Projektes ist es dabei, die Art der Aktualisierung der Romantik und des Romantischen in den Texten genau zu beschreiben, Grund und Funktion des Rückgriffs auf romantische Muster zu verstehen und schließlich die Ergebnisse zu den einzelnen Autoren ins Verhältnis zueinander zu setzen. Unterschiede sollen dabei in Bezug zu den verschiedenen gesellschaftlichen Systemen gesetzt werden. Und die möglichen Gemeinsamkeiten in den Gründen und Funktionen der Romantik-Aktualisierung über die Grenze zwischen Ost und West hinaus sollen die Frage nach allgemeineren Mustern in der Romantik-Aktualisierung erlauben, die für moderne Gesellschaften und Individuen als Erklärungs- und Ausdrucksmodelle dienen können.